Töpfern ist ein urtümliches Vergnügen. Das Kneten und Bearbeiten der feuchten Erde ist ein großes Spielfeld kindlicher Phantasie. „Alles ist machbar!“ in Kinderköpfen: der eigene Teller, die eigene Tasse, ein Wesen, das wir als Erwachsene beinahe erkannt hätten. Was Kinder aus Ton erschaffen, rührt an, weil sie auf unvergleichliche Weise darstellen, was sie sehen, erlebt haben, was sie sich vorstellen und wünschen.

 

Töpfern heißt auch, sich mit einem Handwerk zu beschäftigen. Diese Seite des Töpferns lernen Kinder bei mir kennen anhand einer Mischung aus vorgegebenen und eigenen Ideen. Ich zeige ihnen, was sie beachten müssen, um ihre Vorstellungen umzusetzen. Schließlich soll das, was sie bauen, nicht in sich zusammenfallen, und später das Brennen bei immerhin 1240°C unversehrt durchlaufen.